Wissenswertes:

Apothekenpflicht

Arzneimittel sind in Österreich ausschließlich in Apotheken, bzw. hausapothekenführenden Ärzten zu erhalten. Die Grenze zwischen Arzneimittel und Nichtarzneimittel wird von der Gesundheitsbehörde festgelegt und richtet sich nach Art und Menge der enthaltenen Inhaltsstoffe. Arzneimittel, die in Supermärkten erhältlich sind, enthalten meist nur einen geringen Bruchteil der in "echten" Arzneimitteln enthaltenen Inhaltsstoffe und sind aus diesem Grunde meist ohne Wirkung und überdies noch zu teuer.

Rezeptpflicht

Rezeptpflicht heißt, dass manche Arzneimittel nur gegen Vorlage eines Rezeptes (Privatrezept) erhältlich sind. Es gibt Medikamente, die man nur einmal pro Rezept, andere wiederum öfters beziehen kann. Ein Rezept muß innerhalb der ersten 4 Wochen eingelöst werden, sonst verliert es seine Gültigkeit. In Österreich sind die Bestimmungen strenger als in manchen Nachbarländern, das ist manchmal ein Nachteil, weil es die Besorgung wichtiger Medikamente unter Umständen erschwert, kann aber auch ein Vorteil für den Patienten sein, wenn es um seine Gesundheit geht.
Achtung: die Bezahlung muß selbst erfolgen, es sei denn es handelt sich um ein Kassenrezept. Die Entscheidung, ob ein Präparat rezeptpflichtig ist oder nicht, liegt bei der Gesundheitsbehörde. Manchmal wird auch nicht bloß der Inhaltsstoff als Kriterium genommen, sondern auch die Einschränkung auf eine Anwendung. So ist z.B. Rheumon Salbe rezeptpflichtig, Traumon hingegen rezeptfrei, trotz gleichen Inhaltstoffes.

Rezeptgebühr

Die Rezeptgebühr ist Bestandteil des Arzneimittelpreises, ein Selbstbehalt, der für jede auf Krankenkasse bezogene Packung zu zahlen ist. Die Apotheke hebt diesen Betrag ein und führt ihn in voller Höhe an die Krankenkasse ab.